Wir sind Welterbe – OHA!

Das Welterbekomitee der Vereinten Nationen hat am 24. Juli entschieden, die Mathildenhöhe Darmstadt als UNESCO Weltkulturerbe anzuerkennen.
Das Besucherzentrum für die die neue Weltkulturerbestätte ist als Neubau in direkter Nachbarschaft zum Fachbereich Gestaltung, auf dem sogenannten Osthang, geplant.

Der Osthang ist laut Selbstbeschreibung „ein Ort der Künste, der Freiheit und Freizeit, abseits von Großstadtbeton, Lärm und Kommerz: ein kleines Waldstück, ein wichtiges Stück Subkultur, eine Utopie.“
Das Weiterdenken dieser Utopie ist Inhalt des Blockkurses: Wie könnte ein Nebeneinander eines temporären Kunst- und Kulturortes und des Besucherzentrum aussehen, wie könnte es funktionieren? Welche temporären Installationen könnten mit dem Besucherzentrum korrespondieren?

Gearbeitet wird fast Wand an Wand zum neuen Besucherzentrum, nämlich in der Aula des Fachbereichs. Dort sollen Modelle aus verschiedenen Materialien entstehen, die sich mit der Thematik frei auseinandersetzen. Die unmittelbare Nähe zum „Ort des Geschehens“ lädt die Studierenden immer wieder zur direkten Überprüfung ihrer Entwürfe und zur Ortsbegehung ein.

Dokumentation Wir sind Welterbe – OHA!.pdf

Quelle:https://whc.unesco.org/en/list/1614/documents/Supplementary Information S. 113

Family Table (Heritage)


Family Table, Außenansicht, Tisch und vier Stühle aus dem Elternhaus, LED-Strahler, Leuchtstoffröhren, Zeitschaltuhren, Maße variabel


Family Table, Tisch und vier Stühle aus dem Elternhaus, LED-Strahler, Leuchtstoffröhren, Zeitschaltuhren, Maße variabel


Family Table, Detail, Tisch und vier Stühle aus dem Elternhaus, LED-Strahler, Leuchtstoffröhren, Zeitschaltuhren, Maße variabel


Family Table, Detail, Tisch und vier Stühle aus dem Elternhaus, LED-Strahler, Leuchtstoffröhren, Zeitschaltuhren, Maße variabel


Family Table, leeres Elternhaus
Fotos: Dominik Schabel

Im Atelierfenster des LEW1 wird die Installation »Family Table« gezeigt. Der Esstisch aus dem Elternhaus wird in den Ausstellungskontext überführt. Es geht einerseits darum, den Passanten den Blick ins Innere des Atelierhauses zu ermöglichen, andererseits fordert Karwath+Todisko dazu auf, sich seinen eigenen aktuellen oder vergangenen »Familientisch-Assoziationen« zu stellen. Der Vater der Künstlerin verzichtet für den Zeitraum der Installation auf seinen Esstisch.

„Auf diese Weise wird der Esstisch zum Symbol, ohne dass Karwath+Todisko diese ideelle Aufladung dramatisieren würde. Im Gegenteil ist ihre Arbeit von einer sympathischen Diskretion, die der Genauigkeit des Denkens aber nicht im Wege steht. Sie hatte auch andere Gegenstände aus dem Elternhaus schon für ihre Kunst ausgeborgt, ein paar Wochen fehlte daheim der Wohnzimmervorhang, (…).“

Johannes Breckner, Darmstädter Echo

Heritage


Heritage 1, 2020, Fotografie auf Papier, 84 x 59 cm


Heritage 2, 2020, Fotografie auf Papier, 70 x 100 cm


Heritage 3 (missed 3.1), 2020, Fotografie und Acryl auf Holz, 60 x 80 cm


Heritage 4, 2020, Fotografie und Acryl auf Holz, 90 x145 cm

Heritage 4 (Detail), 2020, Fotografie und Acryl auf Holz, 90 x145 cm


Heritage 5, 2020, Fotografie und Acryl auf Holz, 90 x 145 cm

 Heritage 5.1, 2020, Fotografie und Acryl auf Holz, 26 x 33 cm

Heritage 5.1, 2020, Fotografie und Acryl auf Holz, 26 x 33 cm


Heritage 7, 2021, Fotografie auf Papier, 50 x 70 cm


Heritage 8, 2021, Fotografie auf Papier 84 x 59 cm


Heritage 9, 2021, Fotografie auf Papier 50 x 70 cm


Heritage 9, Reproduktion für den Außenraum, LEW1, Neue Künstlerkolonie, Rosenhöhe Darmstadt, 2021, Fotografie auf Alu Dibond 100 x 150 cm


Heritage 10, 2021, Fotografie auf Papier 50 x 70 cm


Heritage 10.1, Edition für L187, Auflage 5 + 1 AP, 2021, Fotografie und Acryl auf Holz, 26 x 33 cm


Heritage 10.1, Edition für L187, Auflage 5 + 1 AP, 2021, Fotografie und Acryl auf Holz, 26 x 33 cm


Heritage 11, 2021, Fotografie auf Papier 84 x 59 cm

In ihrem Projekt »Heritage« beschäftigt sich Karwath+Todisko mit Erinnerungskultur. 2020 jährte sich das Ende des 2. Weltkriegs zum 75. Mal. Sämtliche Veranstaltungen mit Zeitzeugen wurden wegen des Lockdowns im Frühjahr abgesagt. Auch der Vater der Künstlerin war als ein solcher Zeitzeuge angefragt. Bei den letzten Zeitzeugen handelt es sich um Kriegskinder. Eine Generation, die üblicherweise kaum über die erlebten Traumata spricht. Diesen Menschen wurde durch die Pandemie die vielleicht letzte Möglichkeit genommen, sich öffentlich zu äußern und den nachfolgenden Generationen wurde eine Möglichkeit des Verstehens und der Verarbeitung ihres Erbes genommen.

Karwath+Todisko wendet sich Fragen zu, die den Umgang mit Objekten betreffen, die ein Mensch sein Leben lang gehütet hat und nimmt dabei auch die unter Kriegskindern verbreitete Vorratsanhäufung und das Bedürfnis nach Archivierung in den Blick. Dabei arbeitet sie mit Aufnahmen ihres Vaters, der in den 60er Jahren, Häuser, Baustellen und den Bau ihres Elternhauses fotografisch dokumentierte. Von den Fotos schneidet sie so viel weg, dass durch die Reduktion und die Kombination eine neue Ordnung entsteht, dass Haltungen deutlicher werden, dass nur das Wesentliche übrig bleibt. Es entstehen aber auch viele Leerstellen und Fragen.

„Als Kind hatte ich das Gefühl, dass meine Eltern eine große Katastrophe erlebt haben. Sie haben nie über das Erlebte gesprochen. Als typische Kinder, die den Krieg erlebt haben, lebten und leben meine Eltern mit der Überzeugung, dass ihnen als Kind nichts Schlimmes passiert sei, trotz Bombardements, Flucht und Vertreibung.

Wenn ich mir typische Bilder aus den 50er und 60er Jahren anschaue, der Zeit des Wirtschaftswunders, der Zeit des Wiederaufbaus, auf denen alles frisch und neu aussieht, dann passen die Bilder nicht zu der Gefühlswelt der Erwachsenen, die mich als Kind umgaben. Wenn es Bilder gibt, die die Gefühlswelt meiner Eltern, vor allem die meiner Mutter wiederspiegeln, wie ich sie als Kind empfunden habe, dann diese dokumentarischen Baustellenfotos. Da wird etwas Neues aufgebaut und sieht doch aus, wie eine Katastrophe.“

 

Das Projekt Heritage wird gefördert durch die

Mother Lists (Heritage)

Mother Lists, 2020, Installation, Papierlisten, Objekttisch, 160 x 80 x 75 cm

Mother Lists, 2020, Installation, Papierlisten, Objekttisch, 160 x 80 x 75 cm

Mother Lists, 2020, Installation, Papierlisten, Objekttisch, 160 x 80 x 75 cm

Mother Lists, Detail, 2020, Papierliste, 13,4 x 10,3 cm

Mother Lists, Detail, 2020, Papierliste, 13,4 x 10,3 cm

Mother Lists, Detail, 2020, Papierliste, 13,4 x 10,3 cm

Mother Lists, Detail, 2020, Papierliste, 13,4 x 10,3 cm

 

Mother Lists (Mess), 2020, Fotografie, 23 x 17 cm

Mother Lists (Mess), 2020, Fotografie, 23 x 17 cm

„It is accompanied by a photograph alluding to her mother’s tendency of hoarding, which stands in stark contrast to the meticulous documentation of her everyday life. (…)“

Viven Kämpf & Lucy Rose Nixon

Perfekt

PerfektTerminus) wird für abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit verwendet. Dass veraltete Medien, wie z.B. die analoge Fotografie in jüngs- ter Zeit eine Renaissance erfahren, ist ein Phänomen. Was ist in Zeiten flächendeckender Digitalisierung so reizvoll an längst überholter Technik?
Das Blockseminar Perfekt bietet die Möglichkeit mit analoger Technik oder auch ganz ohne Geräte zu arbeiten. Zum Technikbegriff im Sinne eines besonderen Könnens in beliebigen Bereichen menschlicher Tätigkeit wird geforscht. Ein Experimentierfeld von Handschrift, Schreibmaschine, Stimme, VHS, der deutschen Post und zahlreichen Adaptern.
Die Präsentation fand am Donnerstag, dem 31. Oktober 2019 von 17:00 bis 21:00 Uhr im Foyer des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt auf der Mathildenhöhe statt.
Arbeiten von Kira Eisel, Miriam Heyer, Sophia Richter, Nora Schmelter, Rahel Würsching

Dokumentation Perfekt.pdf


Nora Schmelter, Desillusionieren Teil 2, Foto: Paul Jürgens

HLR LICHTENBERG1 (in situ)

Technische Universität Darmstadt, 2018

Kunst am Bau

Permanente Lichtinstallation an der Fassade des Hochleistungsrechners der Technischen Universität Darmstadt, Campus Lichtwiese
Pixelfont von Lucas de Groot

PRESSE

Link zum Bericht im KUNSTFORUM International
Link zum Bericht in der Süddeutschen Zeitung
Link zum Bericht im Darmstädter Echo
Link zum Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Campus Lichtwiese | Gebäude L5|08 | Günter-Behnisch-Straße 4 | 64287 Darmstadt

Foto + Video: Moritz Bernoully

Das Gebäude L5|08 auf dem Campus Lichtwiese beherbergt seit 2013 den Lichtenberg-Hochleistungsrechner der Technischen Universität Darmstadt, der fast eine ganze Etage des Bauwerks füllt. Die Lichtinstallation an der Fassade des Gebäudes steht sinnbildlich für die Rechenprozesse, die im Inneren des Gebäudes ablaufen. Deren Grundlage bilden Binärcodes. Mittels Binärcode können auch Informationen auf eine Fläche, bestehend aus einzelnen Leuchtelementen, übertragen werden.

Der Titel der Installation bezieht sich auf den Namensgeber des Hochleistungsrechners, Georg Christoph Lichtenberg, der 1742 in Ober-Ramstadt bei Darmstadt geboren wurde, in Darmstadt zur Schule ging und in Göttingen studierte, forschte und lehrte. Lichtenberg ist heute vor allem für seine schriftstellerischen Arbeiten bekannt. In sogenannte „Sudelbücher“ notierte er ein umfangreiches aphoristisches Werk, das ihn als vielseitig interessierten und ironisch-humorvollen Menschen zeigt. Viele Gedanken Lichtenbergs lesen sich erstaunlich aktuell. Für die Texte, die auf der Lichtinstallation „HLR Lichtenberg1“ erscheinen, wurden vor allem Gedanken über Lehre, Forschung und das universitäre Leben ausgewählt; aber auch dem pointierten Witz und dem Absurden wird Beachtung geschenkt. Die an den heutigen Sprachgebrauch angepassten und teilweise fragmentierten Sätze füllen einen Tag.

In Lichtenbergs Schriften findet sich ein erstaunlicher Gedanke, der sich zumindest als Vorahnung des Internets und seiner Möglichkeiten der grenzenlosen, nicht an physische Medien gebundenen Kommunikation begreifen lässt. Diese Vision macht für Karwath+Todisko einen Teil des Reizes aus, die mehr als 200 Jahre alten Schriften in einen zeitgenössischen Kontext zu stellen, wie es nun mit dem Kunstwerk geschieht: „Was mich allein angeht denke ich nur, was meine guten Freunde angeht sage ich ihnen, was nur ein kleines Publikum bekümmern kann schreibe ich, und was die Welt wissen soll wird gedruckt. […] Wäre es möglich auf irgend eine andere Art mit ihr zu sprechen, daß das Zurücknehmen noch mehr stattfände, so wäre es gewiß dem Druck vorzuziehen.“
(Lichtenberg, Georg Christoph, Sudelbücher l, Heft B [272], Promies, Wolfgang (Hrsg.), München 1968. Schreibung nach der Quelle.)

Die Installation an der Ostfassade des Gebäudes besteht aus 96 einzelnen Leuchtelementen, die in einem Raster (12 x 8 Elemente) angeordnet eine große Leuchtfläche bilden. Auf diesem Raster werden Lichtenbergs Gedanken als 8-stelliger Binärcode angezeigt. Im Wechsel mit diesem nicht direkt lesbaren Code erscheint der Text auch als lesbare, laufende Pixelschrift. Der dafür verwendete Pixelfont ist in Zusammenarbeit mit dem renommierten niederländischen Schriftengestalter Lucas de Groot entstanden, der unter anderem auch den Font „Calibri“ schuf.

Silke Paradowski, TU Darmstadt

Heritage

LEW1, Darmstadt, 2021

Artist in Residence

www.kultur-digitalstadt.de

Fotos: Dominik Schabel

Vergangene Woche bezog Karwath+Todisko als »Artist in Residence« des Vereins »Kultur einer Digitalstadt« die Räume des Atelierhauses LEW1 auf der Rosenhöhe in Darmstadt. Während ihres Aufenthalts arbeitet sie u.a. an der Dokumentation und der digitalen Sichtbarkeit ihres Projekts »Heritage«. Das Projekt basiert auf der Familiengeschichte der Künstlerin, deren Eltern eine Vergangenheit als Kriegskinder teilen, jedoch auf unterschiedliche Weise damit umgegangen sind. Anhand von Architekturfotografien ihres Vaters aus den 1960er Jahren nähert sie sich der Thematik an und wendet sich dabei auch der, in dieser Generation häufig vorkommenden, Vorratsanhäufung und dem Bedürfnis nach Archivierung zu.

Im Atelierfenster des LEW1 wird die Installation »Family Table« von Karwath+Todisko gezeigt. Der Esstisch aus dem Elternhaus wird in den Ausstellungskontext überführt. Es geht einerseits darum, den Passanten den Blick ins Innere des Atelierhauses zu ermöglichen, andererseits fordert Karwath+Todisko dazu auf, sich seinen eigenen aktuellen oder vergangenen »Familientisch-Assoziationen« zu stellen. Der Vater der Künstlerin verzichtet für den Zeitraum der Installation auf seinen Esstisch.

Parallel zur Residence wurde ein Film über das Projekt »Heritage« und die gleichnamige Ausstellung im L187 in Offenbach im Herbst 2020 veröffentlicht, in dem Karwath+Todisko über ihren autobiografischen Zugang zu ihrer Arbeitspraxis und ihrer Arbeit mit Identität, sowie über den Recherche- und Denkprozess hinter der Ausstellung spricht. Laufzeit 4:30 min.

Das Projekt »Heritage« wird von der Hessischen Kulturstiftung im Rahmen des Kulturförderprogramms »Hessen kulturell neu eröffnen« gefördert.
Die Artist Residence von Kultur einer Digitalstadt wird mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Darmstadt, HEAG Kulturfreunde Darmstadt GmbH und »Wir für Kunst« realisiert. Karwath+Todisko wird durch das hessische Atelierprogramm HAP hessenweit gefördert.

Heritage

L187, Offenbach am Main, 2020

Soloshow

“Suddenly a rustle and whistling, then a deafening detonation, everyone screamed and the whole basement was full of dust.”
My father about his experiences as a child around 1943.

www.l187.de


Karwath + Todisko on Heritage, 2021 at L187


Peter Wöllert (*1937), neighbour’s house, 1963, slide film print, 10 x 15 cm,


Installation view, Heritage


Karwath + Todisko, Heritage 4, 2020, inherited photography and acrylic on wood, 145 x 90 cm


Karwath + Todisko, Heritage 4, 2020, detail, inherited photography and acrylic on wood, 145 x 90 cm


Installation view, Heritage

Inna Todisko, untitled, 2001, photography, silver gelatine print on RC-Paper, inherited frame, 32 x 25 cm

Karwath + Todisko, Heritage 5, 2020, installation view, inherited photography, acrylic on wood, 145 x 90 cm

Karwath + Todisko, Heritage 5, 2020, detail, installation view, inherited photography, acrylic on wood, 145 x 90 cm (Karwath+Todisko)

Ingrid Wöllert, The Youth I,II and III, 1992, installation view, monotype, linoleum ink on paper, 21 x 20 cm

Ingrid Wöllert, The Youth I,II and III, 1992, monotype, linoleum ink on paper, 21 x 20 cm

Karwath + Todisko, Mother Lists, 2020, installation view, paper lists in display table, 160 x 80 x 75 cm

Karwath + Todisko, Mother Lists, detail, 2020, paper lists in display table, 160 x 80 x 75 cm

Inna Wöllert, Mess, 2011, photography, found frame, 23 x 17 cm

Inna Todisko, At Home, 2000, installation view, silver gelatine print on RC-Paper, 70 x 50 cm

Inna Todisko, Missed, 2006, installation view, MiniDV video, 3:58 min.

Inna Todisko, Missed, 2006, videostill, MiniDV video, 3:58 min.,

The title of the exhibition refers to the artist’s deeply autobiographical approach to her practice which is presented here as an overview of her development as an artist so far. Her conceptual practice comprises room installations, mixed media collages, moving image work and the use of documentation in the shape of found and reappropriated objects. Some of her early works have never been shown publicly before and now tie in as an intimate insight into her personal history, also illustrated through her changing artist signatures from Ingrid Wöllert to Inna Todisko to Inna Wöllert and finally to Kawarth + Todisko.

Architectural photographs taken by her father are reworked, extracted and pasted onto large scale surfaces, showing a profound connection to her roots. The video installation of her now deceased mother discusses themes of mortality, identity as well as memory.
It is accompanied by a photograph alluding to her mother’s tendency of hoarding, which stands in stark contrast to the meticulous documentation of her everyday life. The artist’s early drawings and photographs from her time at art school allow a vulnerable insight into the exploration of her own – the female – body. The works shown revisit various stages of the artist’s emotional and physical heritage which could be seen as an illustration of her search for identity both as a human being and as a creative practitioner until today.

Text by Vivien Kämpf & Lucy Rose Nixon

 

Das Projekt Heritage wird gefördert durch die