Wir sind Welterbe – OHA! Part2

Das Welterbekomitee der Vereinten Nationen hat am 24. Juli 2021 entschieden, die Mathildenhöhe Darmstadt als UNESCO Weltkulturerbe anzuerkennen. Das Besucherzentrum für die neue Weltkulturerbestätte ist als Neubau in direkter Nachbarschaft zum Fachbereich Gestaltung, auf dem sogenannten Osthang, geplant. Der Osthang ist laut Selbstbeschreibung „ein Ort der Künste, der Freiheit und Freizeit, abseits von Großstadtbeton, Lärm und Kommerz: ein kleines Waldstück, ein wichtiges Stück Subkultur, eine Utopie.“

Das Weiterdenken dieser Utopie war bereits Inhalt eines Blockkurses im vergangenen Herbst und soll nun an dieser Stelle ergänzt und erweitert werden: Wie könnte ein Nebeneinander eines temporären Kunst- und Kulturortes und des Besucherzentrums aussehen? Welche Ausstellungs- und Begegnungsformate könnten auf dem Gelände und im neuen Besucherzentrum stattfinden und mit dem Fachbereich korrespondieren?

Gearbeitet wird fast Wand an Wand zum neuen Besucherzentrum, nämlich in der Aula des Fachbereichs. Dort sollen Modelle und Collagen aus verschiedenen Materialien entstehen, die sich mit der Thematik frei auseinandersetzen. Die unmittelbare Nähe zum „Ort des Geschehens” lädt die Studierenden immer wieder zur direkten Überprüfung ihrer Entwürfe und zur Ortsbegehung ein. Im Anschluss an den Blockkurs wird eine Dokumentation erstellt.

Als Gast wird Dipl. Ing. Céline Grieb, Mitarbeiterin des Welterbebüros (Projektmanagement und Entwicklung), den Teilnehmer*innen an einem Tag Fragen beantworten können.

Link zur Dokumentation Wir sind Welterbe – OHA! Part2


Ausstellungsansicht Osthang am 30.06.2022

Wir sind Welterbe – OHA!

Das Welterbekomitee der Vereinten Nationen hat am 24. Juli entschieden, die Mathildenhöhe Darmstadt als UNESCO Weltkulturerbe anzuerkennen.
Das Besucherzentrum für die die neue Weltkulturerbestätte ist als Neubau in direkter Nachbarschaft zum Fachbereich Gestaltung, auf dem sogenannten Osthang, geplant.

Der Osthang ist laut Selbstbeschreibung „ein Ort der Künste, der Freiheit und Freizeit, abseits von Großstadtbeton, Lärm und Kommerz: ein kleines Waldstück, ein wichtiges Stück Subkultur, eine Utopie.“
Das Weiterdenken dieser Utopie ist Inhalt des Blockkurses: Wie könnte ein Nebeneinander eines temporären Kunst- und Kulturortes und des Besucherzentrum aussehen, wie könnte es funktionieren? Welche temporären Installationen könnten mit dem Besucherzentrum korrespondieren?

Gearbeitet wird fast Wand an Wand zum neuen Besucherzentrum, nämlich in der Aula des Fachbereichs. Dort sollen Modelle aus verschiedenen Materialien entstehen, die sich mit der Thematik frei auseinandersetzen. Die unmittelbare Nähe zum „Ort des Geschehens“ lädt die Studierenden immer wieder zur direkten Überprüfung ihrer Entwürfe und zur Ortsbegehung ein.

Dokumentation Wir sind Welterbe – OHA!.pdf

Quelle:https://whc.unesco.org/en/list/1614/documents/Supplementary Information S. 113

Family Table (Heritage)


Family Table, Außenansicht, Tisch und vier Stühle aus dem Elternhaus, LED-Strahler, Leuchtstoffröhren, Zeitschaltuhren, Maße variabel


Family Table, Tisch und vier Stühle aus dem Elternhaus, LED-Strahler, Leuchtstoffröhren, Zeitschaltuhren, Maße variabel


Family Table, Detail, Tisch und vier Stühle aus dem Elternhaus, LED-Strahler, Leuchtstoffröhren, Zeitschaltuhren, Maße variabel


Family Table, Detail, Tisch und vier Stühle aus dem Elternhaus, LED-Strahler, Leuchtstoffröhren, Zeitschaltuhren, Maße variabel


Family Table, leeres Elternhaus
Fotos: Dominik Schabel

Im Atelierfenster des LEW1 wird die Installation »Family Table« gezeigt. Der Esstisch aus dem Elternhaus wird in den Ausstellungskontext überführt. Es geht einerseits darum, den Passanten den Blick ins Innere des Atelierhauses zu ermöglichen, andererseits fordert Karwath+Todisko dazu auf, sich seinen eigenen aktuellen oder vergangenen »Familientisch-Assoziationen« zu stellen. Der Vater der Künstlerin verzichtet für den Zeitraum der Installation auf seinen Esstisch.

„Auf diese Weise wird der Esstisch zum Symbol, ohne dass Karwath+Todisko diese ideelle Aufladung dramatisieren würde. Im Gegenteil ist ihre Arbeit von einer sympathischen Diskretion, die der Genauigkeit des Denkens aber nicht im Wege steht. Sie hatte auch andere Gegenstände aus dem Elternhaus schon für ihre Kunst ausgeborgt, ein paar Wochen fehlte daheim der Wohnzimmervorhang, (…).“

Johannes Breckner, Darmstädter Echo

Heritage


Heritage 1, 2020, Fotografie auf Papier, 84 x 59 cm


Heritage 2, 2020, Fotografie auf Papier, 70 x 100 cm


Heritage 3 (missed 3.1), 2020, Fotografie und Acryl auf Holz, 60 x 80 cm


Heritage 4, 2020, Fotografie und Acryl auf Holz, 90 x145 cm

Heritage 4 (Detail), 2020, Fotografie und Acryl auf Holz, 90 x145 cm


Heritage 5, 2020, Fotografie und Acryl auf Holz, 90 x 145 cm

 Heritage 5.1, 2020, Fotografie und Acryl auf Holz, 26 x 33 cm

Heritage 5.1, 2020, Fotografie und Acryl auf Holz, 26 x 33 cm


Heritage 7, 2021, Fotografie auf Papier, 50 x 70 cm


Heritage 8, 2021, Fotografie auf Papier 84 x 59 cm


Heritage 9, 2021, Fotografie auf Papier 50 x 70 cm


Heritage 9, Reproduktion für den Außenraum, LEW1, Neue Künstlerkolonie, Rosenhöhe Darmstadt, 2021, Fotografie auf Alu Dibond 100 x 150 cm


Heritage 10, 2021, Fotografie auf Papier 50 x 70 cm


Heritage 10.1, Edition für L187, Auflage 5 + 1 AP, 2021, Fotografie und Acryl auf Holz, 26 x 33 cm


Heritage 10.1, Edition für L187, Auflage 5 + 1 AP, 2021, Fotografie und Acryl auf Holz, 26 x 33 cm


Heritage 11, 2021, Fotografie auf Papier 84 x 59 cm

In ihrem Projekt »Heritage« beschäftigt sich Karwath+Todisko mit Erinnerungskultur. 2020 jährte sich das Ende des 2. Weltkriegs zum 75. Mal. Sämtliche Veranstaltungen mit Zeitzeugen wurden wegen des Lockdowns im Frühjahr abgesagt. Auch der Vater der Künstlerin war als ein solcher Zeitzeuge angefragt. Bei den letzten Zeitzeugen handelt es sich um Kriegskinder. Eine Generation, die üblicherweise kaum über die erlebten Traumata spricht. Diesen Menschen wurde durch die Pandemie die vielleicht letzte Möglichkeit genommen, sich öffentlich zu äußern und den nachfolgenden Generationen wurde eine Möglichkeit des Verstehens und der Verarbeitung ihres Erbes genommen.

Karwath+Todisko wendet sich Fragen zu, die den Umgang mit Objekten betreffen, die ein Mensch sein Leben lang gehütet hat und nimmt dabei auch die unter Kriegskindern verbreitete Vorratsanhäufung und das Bedürfnis nach Archivierung in den Blick. Dabei arbeitet sie mit Aufnahmen ihres Vaters, der in den 60er Jahren, Häuser, Baustellen und den Bau ihres Elternhauses fotografisch dokumentierte. Von den Fotos schneidet sie so viel weg, dass durch die Reduktion und die Kombination eine neue Ordnung entsteht, dass Haltungen deutlicher werden, dass nur das Wesentliche übrig bleibt. Es entstehen aber auch viele Leerstellen und Fragen.

„Als Kind hatte ich das Gefühl, dass meine Eltern eine große Katastrophe erlebt haben. Sie haben nie über das Erlebte gesprochen. Als typische Kinder, die den Krieg erlebt haben, lebten und leben meine Eltern mit der Überzeugung, dass ihnen als Kind nichts Schlimmes passiert sei, trotz Bombardements, Flucht und Vertreibung.

Wenn ich mir typische Bilder aus den 50er und 60er Jahren anschaue, der Zeit des Wirtschaftswunders, der Zeit des Wiederaufbaus, auf denen alles frisch und neu aussieht, dann passen die Bilder nicht zu der Gefühlswelt der Erwachsenen, die mich als Kind umgaben. Wenn es Bilder gibt, die die Gefühlswelt meiner Eltern, vor allem die meiner Mutter wiederspiegeln, wie ich sie als Kind empfunden habe, dann diese dokumentarischen Baustellenfotos. Da wird etwas Neues aufgebaut und sieht doch aus, wie eine Katastrophe.“

 

Das Projekt Heritage wird gefördert durch die

Mother Lists (Heritage)

Mother Lists, 2020, Installation, Papierlisten, Objekttisch, 160 x 80 x 75 cm

Mother Lists, 2020, Installation, Papierlisten, Objekttisch, 160 x 80 x 75 cm

Mother Lists, 2020, Installation, Papierlisten, Objekttisch, 160 x 80 x 75 cm

Mother Lists, Detail, 2020, Papierliste, 13,4 x 10,3 cm

Mother Lists, Detail, 2020, Papierliste, 13,4 x 10,3 cm

Mother Lists, Detail, 2020, Papierliste, 13,4 x 10,3 cm

Mother Lists, Detail, 2020, Papierliste, 13,4 x 10,3 cm

 

Mother Lists (Mess), 2020, Fotografie, 23 x 17 cm

Mother Lists (Mess), 2020, Fotografie, 23 x 17 cm

„It is accompanied by a photograph alluding to her mother’s tendency of hoarding, which stands in stark contrast to the meticulous documentation of her everyday life. (…)“

Viven Kämpf & Lucy Rose Nixon

Perfekt

PerfektTerminus) wird für abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit verwendet. Dass veraltete Medien, wie z.B. die analoge Fotografie in jüngs- ter Zeit eine Renaissance erfahren, ist ein Phänomen. Was ist in Zeiten flächendeckender Digitalisierung so reizvoll an längst überholter Technik?
Das Blockseminar Perfekt bietet die Möglichkeit mit analoger Technik oder auch ganz ohne Geräte zu arbeiten. Zum Technikbegriff im Sinne eines besonderen Könnens in beliebigen Bereichen menschlicher Tätigkeit wird geforscht. Ein Experimentierfeld von Handschrift, Schreibmaschine, Stimme, VHS, der deutschen Post und zahlreichen Adaptern.
Die Präsentation fand am Donnerstag, dem 31. Oktober 2019 von 17:00 bis 21:00 Uhr im Foyer des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt auf der Mathildenhöhe statt.
Arbeiten von Kira Eisel, Miriam Heyer, Sophia Richter, Nora Schmelter, Rahel Würsching

Dokumentation Perfekt.pdf


Nora Schmelter, Desillusionieren Teil 2, Foto: Paul Jürgens

HLR LICHTENBERG1 (in situ)

Technische Universität Darmstadt, 2018

Kunst am Bau

Permanente Lichtinstallation an der Fassade des Hochleistungsrechners der Technischen Universität Darmstadt, Campus Lichtwiese
Pixelfont von Lucas de Groot

PRESSE

Link zum Bericht im KUNSTFORUM International
Link zum Bericht in der Süddeutschen Zeitung
Link zum Bericht im Darmstädter Echo
Link zum Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Campus Lichtwiese | Gebäude L5|08 | Günter-Behnisch-Straße 4 | 64287 Darmstadt

Foto + Video: Moritz Bernoully

Das Gebäude L5|08 auf dem Campus Lichtwiese beherbergt seit 2013 den Lichtenberg-Hochleistungsrechner der Technischen Universität Darmstadt, der fast eine ganze Etage des Bauwerks füllt. Die Lichtinstallation an der Fassade des Gebäudes steht sinnbildlich für die Rechenprozesse, die im Inneren des Gebäudes ablaufen. Deren Grundlage bilden Binärcodes. Mittels Binärcode können auch Informationen auf eine Fläche, bestehend aus einzelnen Leuchtelementen, übertragen werden.

Der Titel der Installation bezieht sich auf den Namensgeber des Hochleistungsrechners, Georg Christoph Lichtenberg, der 1742 in Ober-Ramstadt bei Darmstadt geboren wurde, in Darmstadt zur Schule ging und in Göttingen studierte, forschte und lehrte. Lichtenberg ist heute vor allem für seine schriftstellerischen Arbeiten bekannt. In sogenannte „Sudelbücher“ notierte er ein umfangreiches aphoristisches Werk, das ihn als vielseitig interessierten und ironisch-humorvollen Menschen zeigt. Viele Gedanken Lichtenbergs lesen sich erstaunlich aktuell. Für die Texte, die auf der Lichtinstallation „HLR Lichtenberg1“ erscheinen, wurden vor allem Gedanken über Lehre, Forschung und das universitäre Leben ausgewählt; aber auch dem pointierten Witz und dem Absurden wird Beachtung geschenkt. Die an den heutigen Sprachgebrauch angepassten und teilweise fragmentierten Sätze füllen einen Tag.

In Lichtenbergs Schriften findet sich ein erstaunlicher Gedanke, der sich zumindest als Vorahnung des Internets und seiner Möglichkeiten der grenzenlosen, nicht an physische Medien gebundenen Kommunikation begreifen lässt. Diese Vision macht für Karwath+Todisko einen Teil des Reizes aus, die mehr als 200 Jahre alten Schriften in einen zeitgenössischen Kontext zu stellen, wie es nun mit dem Kunstwerk geschieht: „Was mich allein angeht denke ich nur, was meine guten Freunde angeht sage ich ihnen, was nur ein kleines Publikum bekümmern kann schreibe ich, und was die Welt wissen soll wird gedruckt. […] Wäre es möglich auf irgend eine andere Art mit ihr zu sprechen, daß das Zurücknehmen noch mehr stattfände, so wäre es gewiß dem Druck vorzuziehen.“
(Lichtenberg, Georg Christoph, Sudelbücher l, Heft B [272], Promies, Wolfgang (Hrsg.), München 1968. Schreibung nach der Quelle.)

Die Installation an der Ostfassade des Gebäudes besteht aus 96 einzelnen Leuchtelementen, die in einem Raster (12 x 8 Elemente) angeordnet eine große Leuchtfläche bilden. Auf diesem Raster werden Lichtenbergs Gedanken als 8-stelliger Binärcode angezeigt. Im Wechsel mit diesem nicht direkt lesbaren Code erscheint der Text auch als lesbare, laufende Pixelschrift. Der dafür verwendete Pixelfont ist in Zusammenarbeit mit dem renommierten niederländischen Schriftengestalter Lucas de Groot entstanden, der unter anderem auch den Font „Calibri“ schuf.

Silke Paradowski, TU Darmstadt

Father (online screening)

Online screening auf der Webseite der Galerie L187

LINK ZUR DESKTOP VERSION

LINK ZUR MOBILEN VERSION

1. Dezember 2022 – 15. Januar 2023, 16:00 Uhr


Father, 2022, 4K Video, 19:20 min, Farbe, Ton, Videostill.

DE

Eingreifen, reduzieren, abstrahieren – Karwath+Todisko arbeitet stets mit dem Raum. Dabei setzt sich die Künstlerin auf inhaltlicher Ebene unter anderem mit privaten Familienverhältnissen auseinander. Sie befasst sich mit Lebensrealitäten sowie zwischenmenschlichen Beziehungen und trifft dabei auf Verhaltensmuster, deren Kausalzusammenhänge erforscht werden wollen. Wo Ursache und Wirkung liegen, ergründet die Künstlerin durch die Dekonstruktion der jeweiligen Strukturen. In diesem Zusammenhang setzt sich Karwath+Todisko besonders mit dem Leben ihrer Eltern auseinander.

Die Videoarbeit „Father“ eröffnet einen Einblick in das Kindheitserleben des Vaters während des Zweiten Weltkrieges, der sich seit seiner frühesten Kindheit für Eisenbahnen begeistert. Aus dieser Faszination heraus begann er ein fotografisches Trainspotting-Archiv zu führen, das in Auszügen als Diashow in der Videoarbeit zu sehen ist. Gleichzeitig werden Passagen aus einem gemeinsamen Gespräch als Voice- Over eingespielt, worin der Vater vor allem über seine Kindheit, den Krieg sowie die Beziehung zu seinem Vater spricht. Subtil tritt dabei die Widersprüchlichkeit seiner Erinnerungen zutage. Fotografien und Erinnerungsgegenstände fungieren in diesem Zusammenhang als wichtige Stützen zur Rekonstruktion von Erlebtem. Entgegen dem Impuls zu beschönigen und zu verschleiern, legt Karwath+Todisko bewusst offen, dass ihr Großvater Mitglied der NSDAP war. Damit wirkt sie sowohl der Scham als auch dem Stigma entgegen, das bei solch einer Veröffentlichung befürchtet werden könnte. Vor allem geht es aber darum, das subjektive Erleben und die individuelle Erinnerungskultur im Bezug auf den Nationalsozialismus und die Kriegsjahre zu erörtern und gegen ein Vergessen anzukommen.

 

EN

Intervention, reduction, abstraction – for Karwath+Todisko, spatial parameters determine the work. In terms of subject matter, the artist is also concerned with personal relationships within her family. She deals with the actualities of life as well as interpersonal relationships and in doing so encounters patterns of behaviour whose causal connections want to be explored. By deconstructing the respective structures, the artist explores their cause and effect. In this context, Karwath+Todisko deals specifically with the lives of her parents.

The video piece “Father“ allows an insight into the childhood experience of her father during the Second World War, who has been fascinated by trains since his earliest childhood. From this fascination, he began to keep a photographic trainspotting archive, excerpts of which are presented as a slide show in the video. At the same time, segments of a conversation between the two are played as a voice-over, in which the father speaks primarily about his childhood, the war and the relationship to his own father. In the process the ambiguity of his memories is subtly revealed. Photographs and mementos function as important aids in the reconstruction of his experiences. Contrary to the impulse
to sugarcoat and conceal her family‘s history, Karwath+Todisko consciously discloses that her grandfather was a member of the NSDAP (National Socialist German Workers’ Party). In doing so, she acts against both the shame and the stigma that might be feared from such a public revelation. Above all, however, her goal is to address subjective experiences and the individual forms of remembrance in relation to National Socialism and the war years, and to fight against forgetting.

Text: Lucy Nixon & Vivien Kämpf

Das Projekt Father wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Karwath+Todisko wird durch das Hessische Atelierprogramm gefördert.