0+255 Bonn

Künstlerforum Bonn, 2019

Gruppenausstellung mit Thomas Hawranke, Karwath+Todisko, Andrea van Reimersdahl, Maximilian Siegenbruk und Vanja Vukovic

Karwath+Todisko, Faltenwurf, 2019, Aluminium, Motoren, Maße variabel

Karwath+Todisko, Faltenwurf, 2019, Aluminium, Motoren, Maße variabel

Karwath+Todisko, Faltenwurf (Venus 1-3), 2019, Aluminium, Plankopie, Tusche, 135 x 87 cm

Karwath+Todisko, Tape Curtain Invers, 2016, Archival Ink Jet Print auf Alu-Dibond, 75 x 50 cm

 

0 ist der RGB Farbwert für die Farbe Schwarz und 255 ist der RGB Farbwert für die Farbe Weiß

Karwath+Todisko und Andrea van Reimersdahl sind eingeladen die Gruppenausstellung 0+255Bonn mit der Idee zu kuratieren, Positionen von Künstler*innen zusammenzufassen, die sich in Ihrer Arbeitsweise aus verschiedenen Gründen auf den Gebrauch der Farben Schwarz und Weiß beschränken. Der Titel der Ausstellung verweist dabei auf einen digitalen Farbraum, der schon lange für die Kunstproduktion und unseren Alltag selbstverständlich ist. Künstler*innen können seit alters ihre Sichtweise verändern und die Welt von der Farbe abstrahieren.

Schwarz und Weiß im Spannungsfeld von Zwei- und Dreidimensionalität zeigt Karwath+Todisko in der kinetischen Arbeit „Faltenwurf“. Aluminiumflächen wechseln ihre Erscheinung in der Drehbewegung von flächig zu räumlich und von hell zu dunkel. Der Faltenwurf ist hier ironischerweise eher kontrolliert–mathematisch umgesetzt, statt erwartungsgemäß zufällig–organisch. Vanja Vukovics Arbeit „This is not a love song“ verweist auf Ereignisse aus der Vergangenheit. Die Portrait-Serie zeigt Personen, die sich an ihre erste Demo erinnern. Die unterschiedlichen Erlebnisse aus verschiedenen Zeiten werden durch schwarz-weiß Fotografien in eine zeitlose Allgemeingültigkeit übertragen.
Der schwarze Hintergrund lenkt den Fokus auf den Ausdruck, der zwischen Intimität und Öffentlichkeit changiert. Durch den Verzicht auf Farbe treibt Maximilian Siegenbruk in seiner Malerei die Naturdarstellung in Richtung Abstraktion. In seiner Werkreihe „Idylle“ ermöglicht ihm das Medium Kohle eine spontane Arbeitsweise, mit der er eine chaotisch-bedrückende Erscheinung der Natur erzeugt. Thomas Hawranke ist ein Medienkünstler, der sich mit den Auswirkungen von Technologie auf die Gesellschaft beschäftigt. In der Videoarbeit „Shadows: ULTRA“ zeigt er in unterschiedlichen Einstellungen eine Überlagerung von Schatten von Tieren aus Computerspielen. Der Hell-Dunkel-Kontrast ist ein Sinnbild für andere Gegensatzpaare, wie analog und digital oder real bzw. fiktional. Wenn Schwarz und Weiß als Farben statisch sind, bedeuten Grauwerte für Andrea van Reimersdahl, Dynamik und Bewegung. Die Installation „Graumalerei“ besteht aus transparentem, textilem Material. Wie eine Membran, wird es als biaxial gespannte Flächen mit Gummiseilen in den Blick des Betrachters installiert. Die Bildfläche entfaltet sich zum räumlichen Erkunden.
Mit den Themen Mensch, Tier, Natur, Raum und Bewegung, dargestellt in Schwarz, Weiß und den unbunten Abstufungen, lädt die Ausstellung den Betrachter ein, seine visuelle Wahrnehmung zu überdenken.

 

Mit freundlicher Unterstützung von

    Metallverkaufsgesellschaft Frankfurt

 

Es trifft die Besten

Hören ist eine Art Berührung aus der Ferne (Schafer, R. Murray, 1977, The tuning oft he world, New York). Ein Vierkantstahlrohr, darin eingeschlossen ein Ton mit hoher Frequenz – 6000 Hz, der während des Verschließens abgespielt wurde. Der Ton befindet sich also im Rohr. Vielleicht könnte man den Ton wieder hören, wenn man das Rohr öffnen würde. Vielleicht wäre der Ton wahrnehmbar, wenn das Rohr verschlossen bliebe, und es ganz leise wäre. Man stellt sich vor, wie der Ton, unhörbar von außen, im Inneren des Rohres zirkuliert. Der Flüchtigkeit des Tons korrespondiert mit einer endgültigen Form der Konservierung.

Es trifft die Besten, 2019, lackiertes Stahlrohr, Ton 6000 Hz, 156 x 3,5 x 3,5 cm

 

 

0+255 (group)

Meinblau Projektraum, Berlin, 2019

Gruppenausstellung mit Kanako Ishii, Mareike Jacobi, Karwath+Todisko, Katja Kollowa, Christian Meyer, Virginie Mossé, Katja Pudor, Andrea van Reimersdahl, Richard Schütz, Marc Soisson

www.meinblau.de I www.nullplus255.com


Richard Schütz, Deja Vu, 2012, Marc Soisson, Ohne Titel, 2019, Mareike Jacobi, Schiebepuzzle, 2019, Katja Kollowa, Katja dreht durch 1-3, 2019, Andrea van Reimersdahl, Cliffhanger 2019

Karwath+Todisko, Es trifft die Besten, 2019, lackiertes Stahlrohr, Ton 6000 Hz, 156 x 3,5 x 3,5 cm

Karwath+Todisko, Frequenz No. 1, 2019, Bleistift auf Papier, 41,7 x 29,3 cm

0 ist der RGB Farbwert für die Farbe Schwarz und 255 ist der RGB Farbwert für die Farbe Weiß

Die Gruppenausstellung 0+255 wird von Andrea van Reimersdahl mit der Idee kuratiert Positionen Berliner Künstler zusammenzufassen, die sich in Ihrer Arbeitsweise aus verschiedenen Gründen auf den Gebrauch der Farben Schwarz und Weiß beschränken. Der Titel der Ausstellung verweist dabei auf einen digitalen Farbraum, der schon lange für die Kunstproduktion und unseren Alltag selbstverständlich ist. Künstler können seit alters ihre Sichtweise verändern und die Welt von der Farbe abstrahieren. Um die Intention eines künstlerischen Werkes bestmöglich heraus zu arbeiten, kann Farbigkeit unnötig oder ablenkend sein. 0+255 soll in diesem Sinne abstrakte und gegenständliche Positionen zeigen, die sich auf unbunte Abstufungen begrenzen und damit eine prägnante und entschlossene Aussage machen. 10 Künstler mit inhaltlich unterschiedlichen Schwerpunkten werden eingeladen, ihre Arbeiten in extremer Gegensätzlichkeit zu präsentieren. Dabei kann das Grau eine Vermittlerrolle übernehmen. Die Ansätze der Positionen sind verschieden. Ästhetisch, formal, konzeptuell, diskursiv oder intuitiv. Wir stellen die Frage, in wie weit eine Ausstellung, die sich auf starke Kontraste reduziert, gegenwärtige Entwicklungen in Politik und Gesellschaft reflektiert. Es stehen sich immer häufiger extreme Positionen gegenüber und Grauzonen scheinen zu verschwinden. Das Ziel der Ausstellung ist, aktuelle Wege der schwarz-weißen Kunst aufzuzeigen und den Betrachter einzuladen seine eigene Wahrnehmung neu zu überdenken.

Die Ausstellung wird gefördert durch das Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur, der Hans und Chalotte Krull Stiftung und durch die Botschaft des Großherzogtums Luxemburg in Deutschland.

Schwarze Löcher

Für die Zeichnungsserie werden verschiedene Bleistiftminen aus familiärem Bestand und Nachlass verwendet.


FC 3H PW 1, Bleistift auf Papier, 59,4 x 42 cm


FC 2H LN, Bleistift auf Papier, 59,4 x 42 cm


FC H LN 3, Bleistift auf Papier, 59,4 x 42 cm


FC 6B LN 4, Bleistift auf Papier, 59,4 x 42 cm


FC B STENO LN 5, Bleistift auf Papier, 59,4 x 42 cm


FC H LN 6, Bleistift auf Papier, 59,4 x 42 cm


FC B PW 7, Bleistift auf Papier, 59,4 x 42 cm

Can You Hear Me?

Die Arbeit nimmt in ihrer Unwirtlichkeit direkt Bezug zum Ausstellungsort (einem Container im Darmstädter Industriegebiet, www.florenscargo.eu) und peripher zu Kunst- und Kulturgeschichtlichen Phänomenen, wie z.B. Vincent van Gogh, David Lynchs Black Velvet und der Entführung von John Paul Getty III.


Can You Hear Me, Modelliermasse, Farbe, Menschenhaar, Stoff, Licht, 2018


Florens Cargo, 2018

Eine Sache (group)

Florens Cargo, Darmstadt 2018

Gruppenausstellung mit Béla Feldberg, Daniel Voigt, Deborah Neulich, Dominik Manch, Kilian Paterson, Louis Felipe Baca Velasquez, Lisa Ingrid Nürnberger, Peter Wolf, Simon Heinrich

Kuratiert von Louis Felipe Baca Velasquez, Moritz Fischer, Jan Läkemäker

www.florenscargo.eu


Can You Hear Me, Modelliermasse, Farbe, Menschenhaar, Stoff, Licht, 2018

Slight#2

Vortrag an der Accademia Belle Arti Santagiulia in Brescia im Rahmen der Ausstellung Gemina im Kunstzentrum C.AR.M.E. Brescia.

Laboratorio didattico-artistico con gli alunni della scuola dell’infanzia G. Garibaldi di Molinetto di Mazzano, condotto dagli studenti del III anno di Didattica dell’Arte per i Musei guidati dal Prof. Angelo Vigo dell’Hdemia SantaGiulia.

Es wurde im Kurs von Prof. Angelo Vigo ein Vermittlungsprojekt von Studierenden der Accademia di Belle Arti Santagiulia erarbeitet.

Youtube-Link zum Vermittlungsprojekt der Accademia Santagiulia zu Slight#2