MODEST MONUMENTS

saasfee*pavillon, Frankfurt 2017

Andrea van Reimersdahl  l  Karwath+Todisko

Karwath+Todisko | BLACK | Holzleisten, Scheinwerfer, Relais, Papier, Maße variabel

Karwath+Todisko | BLACK | Holzleisten, Scheinwerfer, Relais, Papier, Maße variabel

Karwath+Todisko | BLACK | Holzleisten, Scheinwerfer, Relais, Papier, Maße variabel

Karwath+Todisko | White Tie | Stahl, Pulverbeschichtung, Wandfarbe Tribute to Vinyl, 123 cm x 130 cm x 40 cm

 Karwath+Todisko | Black Painting | Andrea van Reimersdahl | 1g 3s 4w

Andrea van Reimersdahl | ad hoc (zu diesem)

Andrea van Reimersdahl | ad hoc (zu diesem) | Karwath+Todisko | Black Drawing

Karwath+Todisko | SLIGHT | Ventilatoren, PE-Folien, Relais, Maße variabel

Fotos: Moritz Bernoully

Modest Monuments ist die zweite gemeinsame Ausstellung von Karwath+Todisko und Andrea van Reimersdahl. In 2016 bespielten sie die Kunsthalle am Hamburger Platz nahe der Weissensee Kunsthochschule Berlin, wo sich ihre Wege im Studium kreuzten.

Im saasfee*pavillon in Frankfurt treffen ihre Arbeiten erneut aufeinander und verdichten sich zu einem neuen Raum, der von Vergänglichkeit und Transformation, Leichtigkeit und Bewegung zeugt. Immaterielles und Flüchtiges wird visuell erfahrbar gemacht. Die Ausgangspositionen der Künstlerinnen sind der Raum und die Zeichnung.

www.andreavanreimersdahl.com  l  www.todisko.com  |  www.saasfee.de

Die Ausstellung Modest Monuments wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main und dem hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Der saasfee*pavillon wird u.a. durch die Hessische Kulturstiftung gefördert.

VICE VERSA

Designhaus Darmstadt 2017

Gruppenausstellung der Lehrbeauftragten des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Darmstadt

Documentary – Mapping Susan – Golden | Fotoprint auf Alu-Dibond, 110 x 140 cm

Foto: Stefan Bayer

 

SLIGHT SHOW

Kunsthalle am Hamburger Platz, Berlin 2016

Andrea van Reimersdahl  l  Karwath+Todisko

slight-showl_karwathtodiskoKarwath+Todisko | TAPE CURTAIN INVERS
Folien, Scheinwerfer, Relais, Motoren, Sound | 340 cm x 600 cm x 450 cm

04_slight-show_van-reimersdahl_karwathtodiskoAndrea van Reimersdahl |  Um den Morast zu umgehen, gingen wir in Richtung Osten | Karwath+Todisko | TAPE CURTAIN INVERS

SlightShow-Ansichrt_SW Seite_siteAndrea van Reimersdahl | Um den Morast zu umgehen, gingen wir in Richtung Osten | Karwath+Todisko | SLIGHT

SlightShow_Slight_karwath-todisko_siteKarwath+Todisko | SLIGHT | Folien, Ventilatoren, Relais, 340 cm x 600 cm x 110 cm

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Karwath+Todisko | SLIGHT | Andrea van Reimersdahl | Ivonne Dippmann | Escapes

Fotos: Annette Hauschildt

Andrea van Reimersdahl und Karwath+Todisko sind Absolventinnen der Weissensee Kunsthochschule Berlin. Ende der 90er Jahre kreuzten sich hier ihre Wege. Es entstanden unabhängige und doch verbundene Arbeiten, in denen der jeweils Andere erschien. Seitdem blieb ein begleitendes, gegenseitiges Interesse  bestehen.
Aktuell schaffen die Künstlerinnen Arbeiten, die Material, Raum und Betrachter zueinander in Bezug setzen. Sie beschäftigen sich in Ihren Werken auf unterschiedliche Weise mit den Themen Vergänglichkeit und Leichtigkeit. Ihre Ausgangspositionen sind verschieden: der Raum und die Zeichnung. In der Kunsthalle am Hamburger Platz treffen die Arbeiten mit ihren thematischen Überschneidungen aufeinander und entfalten eine neue Präsenz.

www.van-reimersdahl.com  l  www.todisko.de  l  www.kunsthalle.kunsthochschule-berlin.de

Die Ausstellung SLIGHT SHOW inklusive Katalog wird gefördert durch das Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Weiterbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur, sowie durch die Mart Stam Gesellschaft, Förderverein der weissensee kunsthochschule berlin. Die Kunsthalle am Hamburger Platz wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der weissensee kunsthoch­schule berlin, sowie der Gesobau.

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DUELL

Staatstheater Darmstadt 2015

03_duell©karwath+todisko

Die Arbeit ist im Rahmen des Datterich Festivals entstanden und setzt sich mit dem Dilemma des Duells auseinander: Sobald man gefordert wird, gibt es kaum eine Möglichkeit sich dem Duell ohne Ehrverlust zu entziehen. Die Installation fordert den Betrachter auf, selbst zum Akteur zu werden.
An einer Spiegelwand sind schwarze Ballons befestigt. Davor liegen gut sichtbar Stecknadeln. Mit jedem zerstochenen Ballon wird das Spiegelbild des Akteurs mehr und mehr sichtbar. Im Moment des Erschreckens sieht er sich im Spiegel als sein eigener Duellpartner.
Die zerstochenen Ballons fallen auf den Boden, die Geräusche der Aktion werden aufgenommen und im weiteren Verlauf der Ausstellung bearbeitet wiedergegeben. Der Verfall gehört zur Installation und soll nicht beseitigt werden. Es entsteht das Bild eines verlassenen Schlachtfelds.

duell aktion 1©karwath+todisko

Polystyrolspiegel, Holz, Latex, Klebeband, PAR-Strahler, Soundsystem, Sound

 

GOLDEN#1

Architektursommer Rhein Main #2 2014

03GOLDEN_1.2_karwath-todisko

04GOLDEN_artmapp

Zu bedrohlichem Sound schweben die goldschimmernden Objekte von in einer der ehemaligen Schutzkammern des Atomschutzbunkers am Karolinenplatz. Ein junger Mann schneidet ruhig und konzentriert an den sinkenden Objekten Folie ab, dann schweben sie wieder empor. Karwath+Todisko experimentiert mit verschiedenen Raumsituationen: sei es im Bunker, wo durch die niedrige Deckenhöhe und den Betonbau schon ein an sich beklemmender Raum vorherrscht, oder während des Sommerfestes im Kunst Archiv Darmstadt, wo sich die frei durch die Räume schwebenden Objekte GOLDEN#2 auch gegen ein Durchgangspublikum behaupten können. (…)

„Was muss ich ändern, damit etwas seltsames entsteht?“ fragt sich die Künstlerin beim Konzipieren. Was dann entsteht lässt sich anschließend schwer in Worte fassen, ist atmosphärisch unglaublich dicht. Verlangt nach Stille und Konzentration.

Julia Reichelt für Artmapp

karwath+todisko artmapp1

 

MPET-Folie, Latex, Helium, Sound
Performer: Bas Kahlert

Mapping Susan Sontag

Kunst- und Atelierhaus Basis, Frankfurt 2013  l  Ballhaus Ost, Berlin 2013  l  German Stage Service, Marburg 2014

In Kooperation mit Heike Scharpff, Oliver Augst, Nicole Horny, Philipp Sebastian und Rosi Ulrich

07k mapping

Susan Sontag will alles: wildes Leben und politisches Engagement. Schriftstellerin und Künstlerin sein. Sie wird zu einer der wenigen weiblichen Intellektuellen, die Amerika seit den Sechziger Jahren aufmischen. So gilt sie bald als postmoderne Ikone des Weiblichen, als intellektuelles It-Girl.

Im Sinne Susan Sontags und ihrer Beschäftigung mit Happenings sprechen wir nicht von Bühnenbild, Bühnenraum, sondern von Umgebung – Environment. Die Kunst des „radikalen Nebeneinanders“ spielt ebenso eine Rolle, wie das Prinzip der Collage oder Assemblage – Glamour und Trash werden hart nebeneinander gestellt.

MAPPING SUSAN SONTAG untersucht Sontags immer neue Selbsterfindungen. Eine Komposition aus Originaltexten und Schlagzeug. Ein performatives Konzert, eine Installation.

lost pictures

Earlstreet Galerie, Darmstadt 2013

tape curtain  l  Videotapes, Holz  l  110 x 120 cm
family curtain  l  Stoff, Vorhangschiene, Leuchtstsoffröhre  l  250 x 120 x 25 cm
gold curtain  l  MPET-Folie  l  320 cm x 410 cm  l  installation view
latex curtain  l  Latex, Metall  l  13 x 29 cm
lp#13.1  l  Fotografie  l  10 x 13 cm
lp#13.2  l  Fotografie  l  50 x 70 cm

Verlorene Bilder. Die Arbeiten beschäftigen sich mit dem Verhüllen, Verdecken. Man sieht einen Vorhang, den man nicht öffnen darf, eine Installation aus Videobändern – auch auf ihnen befinden sich Bilder, auch sie kann man so nicht sehen. Der goldene Vorhang deckt ein Bild ab, das man nur durch ein Loch darin sehen kann. Im Mittelalter waren Christliche Kultbilder mit Tüchern und Vorhängen bedeckt weil nach damaligem Verständnis der dargestellte Heilige als Person tatsächlich im Bild präsent war. Und Leonardo da Vinci, obwohl aufgeklärter Vertreter der Renaissance erkennt die Macht des Bildes, indem er auf einem Zettel den Spruch notiert: Nicht enthüllen, wenn Dir die Freiheit lieb ist, denn mein Antlitz ist Kerker der Liebe. Wenn man das Bild also enthüllt, muss man mit dem Verlust der Freiheit rechnen, lässt man es verhüllt, bewahrt man die Freiheit auf Kosten eines Erlebnisses.

http://earlstreet.org/

Jackie B.

Theater Oberhausen 2012

Regie: Heike Scharpff  l  Dramaturgie: Hannah Schwegler  l  Text: Kai Ivo Baulitz

 
 
 
 
 
Foto: Birgit Hupfeld
Foto: Birgit Hupfeld
Foto: Birgit Hupfeld
Foto: Birgit Hupfeld
Foto: Birgit Hupfeld
 
 

Jackie B. ist ein Spiegel der Welt, in der sie lebt. Sie ist der psychische Zustand einer unsicher gewordenen Gesellschaft, in der das soziale Netz zerrissen ist. Bis in die 1960er Jahre vom medizinischen Personal als Sammeldiagnose für besonders schwierige Patienten genutzt, die weder Neurose noch Psychose zu haben schienen, ist das Störungsbild „Borderline“ inzwischen sehr viel besser untersucht und somit klarer diagnostizierbar. Und Jackie B.? An dem Abend, bevor sie in die Klinik kam, bevor sie zum ersten Mal über die Grenze gegangen ist, da wollte sie nicht sterben. Sie wollte Karussell fahren.

Hannah Schwegler